Verlagerte und retinierte Zähne: Was tun, wenn ein Zahn nicht durchbricht?
Ein retinierter Zahn bleibt im Kiefer stecken und bricht nicht durch, ein verlagerter Zahn liegt zusätzlich in falscher Richtung. Häufig betroffen sind Eckzähne und Weisheitszähne. Je nach Lage kann der Zahn kieferorthopädisch eingeordnet oder in Zusammenarbeit mit der Chirurgie behandelt werden.
Normalerweise brechen die bleibenden Zähne nach und nach ganz von allein durch das Zahnfleisch. Manchmal aber bleibt ein Zahn im Kiefer stecken oder wächst in eine völlig falsche Richtung. Das bemerkt man häufig erst zufällig auf einem Röntgenbild. Wir erklären Ihnen gern, was dahintersteckt und welche guten Möglichkeiten es in solchen Fällen gibt. Die beruhigende Nachricht vorweg: Ein steckengebliebener Zahn ist oft besser zu behandeln, als viele zunächst befürchten, vor allem wenn er früh entdeckt wird und noch genügend Zeit zum Handeln bleibt.
Was verlagert und retiniert bedeutet
Ein retinierter Zahn ist vollständig oder teilweise im Kiefer zurückgehalten und kommt nicht wie erwartet zum Vorschein. Liegt er zusätzlich schräg oder in einer ungünstigen Richtung im Knochen, spricht man von einem verlagerten Zahn. Besonders häufig betrifft das die oberen Eckzähne und die Weisheitszähne, seltener auch andere Zähne im Kiefer.
- Zu wenig Platz im Zahnbogen für den durchbrechenden Zahn.
- Ein ungünstiger, von der Norm abweichender Wachstumsweg des Zahns.
- Manchmal ein Hindernis, etwa ein zu lange verbliebener Nachbarzahn.
Welche Wege es gibt
Wird das Problem früh genug erkannt, lässt sich der Durchbruch manchmal noch begünstigen, etwa indem gezielt Platz geschaffen wird. In anderen Fällen wird der Zahn in einem kleinen chirurgischen Eingriff freigelegt und dann kieferorthopädisch ganz behutsam in den Zahnbogen eingeordnet. Das geschieht oft in enger und gut abgestimmter Zusammenarbeit mit der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie.
Gerade bei den Eckzähnen zählt der Zeitpunkt sehr, denn früh erkannt sind die Möglichkeiten in aller Regel größer und schonender. Wir prüfen die Lage des Zahns deshalb genau, erklären Ihnen die Befunde verständlich und stimmen dann gemeinsam mit Ihnen einen individuellen Plan ab. Regelmäßige Kontrollen im Wechselgebiss sind dabei besonders wertvoll, denn auf dem Röntgenbild lässt sich früh erkennen, ob ein Zahn auf einem ungünstigen Weg ist – dann bleibt in aller Regel genügend Zeit, in Ruhe und überlegt zu handeln. Zeigt sich bei Ihrem Kind eine Lücke oder bleibt ein Milchzahn auffällig lange stehen, sprechen Sie uns gern an.
Häufige Fragen
Wie merkt man, dass ein Zahn nicht durchbricht?
Kann ein steckengebliebener Zahn noch gerettet werden?
Warum ist Früherkennung bei Eckzähnen wichtig?
Quellen
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt nicht die persönliche Untersuchung und Beratung in unserer Praxis.
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Jeder Kiefer ist anders. In einem ersten Termin schauen wir uns Ihre Situation individuell an.