Zahnspangen-ABC

Lose oder feste Spange, Aligner oder Gaumennahterweiterung? Die Vielfalt an Apparaturen ist groß – und jede hat ihren Sinn. In dieser Rubrik erklären wir die einzelnen Behandlungsmittel in Ruhe, damit Sie verstehen, was wann zum Einsatz kommt und warum.

Brackets im Vergleich: Metall, Keramik oder selbstligierend?

Metallbrackets mit Gummiligaturen sind der Kassen-Standard, Keramikbrackets fallen durch ihre zahnfarbene Optik weniger auf, und selbstligierende Brackets (z. B. Damon-System) halten den Draht ganz ohne Gummis – reibungsärmer, leichter zu reinigen und oft angenehmer. Welche Variante passt, hängt von der Fehlstellung, vom Ästhetikwunsch und vom Budget ab.

Feste oder lose Zahnspange: Was ist für mein Kind besser?

Lose Spangen eignen sich vor allem im Wachstum, um Kiefer und Zahnstellung sanft zu lenken. Feste Spangen bewegen einzelne Zähne präziser und kommen meist im bleibenden Gebiss zum Einsatz. Welche passt, hängt von Alter, Befund und Behandlungsziel ab.

Feste Zahnspange: Wie läuft die Behandlung ab und was sollten Eltern wissen?

Eine feste Zahnspange wird aus Brackets und einem Drahtbogen fest auf die Zähne geklebt und bleibt dort über die gesamte Behandlung. Sie bewegt auch schwierige Zahnstellungen präzise. Die Tragedauer liegt meist bei etwa ein bis drei Jahren, gefolgt von einer Stabilisierungsphase.

Was ist ein Funktionsregler oder Aktivator? Herausnehmbare Geräte erklärt

Funktionsregler und Aktivator sind herausnehmbare, funktionskieferorthopädische Geräte. Sie steuern nicht direkt einzelne Zähne, sondern nutzen die Kraft der Mund- und Kaumuskulatur, um das Kieferwachstum bei Kindern und Jugendlichen gezielt zu lenken. So lassen sich bestimmte Bissfehlstellungen im Wachstum auf sanfte und schrittweise Weise verbessern.

Gaumennahterweiterung (GNE): Was hilft, wenn der Oberkiefer zu schmal ist?

Bei einer Gaumennahterweiterung wird der Oberkiefer mit einer festen Apparatur sanft verbreitert. Über eine kleine Schraube wird die noch nicht verknöcherte Gaumennaht bei Kindern und Jugendlichen behutsam gedehnt. So entsteht mehr Platz, und ein schmaler Oberkiefer kann besser zum Unterkiefer passen.

Headgear, Herbst-Scharnier und Co.: Wozu dienen diese Apparaturen?

Solche Apparaturen steuern nicht nur einzelne Zähne, sondern das Verhältnis von Ober- und Unterkiefer zueinander. Ein Headgear bremst oder lenkt das Oberkieferwachstum, ein Herbst-Scharnier verlagert den Unterkiefer sanft nach vorne. Sie kommen vor allem bei ausgeprägten Bisslagen zum Einsatz, meist im Wachstumsalter von Kindern und Jugendlichen.

Intraoralscanner statt Abdruck: Was hat sich in der Kieferorthopädie verändert?

Statt einer Abformmasse erfasst ein Intraoralscanner die Zähne mit einer kleinen Kamera und erstellt in wenigen Minuten ein präzises 3D-Modell. Das ersetzt den oft unangenehmen klassischen Abdruck mit Masse, macht die Planung deutlich anschaulicher und erleichtert die passgenaue Anfertigung moderner Apparaturen wie zum Beispiel Alignern.

Wie wirkt eine lose Zahnspange und worauf kommt es beim Tragen an?

Eine lose Zahnspange sitzt herausnehmbar im Mund und bewegt Zähne oder lenkt das Kieferwachstum über kleine Schrauben, Federn und Drähte sanft in die richtige Richtung. Entscheidend ist die Tragezeit: Nur wenn sie regelmäßig und ausreichend lange getragen wird, kann sie ihre Wirkung entfalten.

Frage zu diesem Thema?

Wir beraten Sie gern persönlich in unserer Praxis im Weberhaus.

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