Gaumennahterweiterung (GNE): Was hilft, wenn der Oberkiefer zu schmal ist?
Bei einer Gaumennahterweiterung wird der Oberkiefer mit einer festen Apparatur sanft verbreitert. Über eine kleine Schraube wird die noch nicht verknöcherte Gaumennaht bei Kindern und Jugendlichen behutsam gedehnt. So entsteht mehr Platz, und ein schmaler Oberkiefer kann besser zum Unterkiefer passen.
Manchmal ist der Oberkiefer im Verhältnis zum Unterkiefer schlicht zu schmal gebaut. Das kann zu einem Kreuzbiss führen oder dazu, dass die Zähne einfach zu wenig Platz haben und sich verschachteln. Eine Gaumennahterweiterung, kurz GNE, kann in solchen Fällen sehr gut helfen. Wir erklären Ihnen gern, wie das Ganze auf sanfte Weise gelingt und warum der Zeitpunkt dabei eine so große Rolle spielt. So wissen Sie schon vor dem ersten Termin, was Sie erwartet und wie eine solche Behandlung im Alltag Ihrer Familie abläuft.
Wie eine GNE eigentlich wirkt
Im Kindes- und Jugendalter ist die Naht in der Mitte des Gaumens noch nicht fest verwachsen, sondern beweglich. Eine festsitzende Apparatur mit einer kleinen Dehnschraube nutzt genau das aus: Durch regelmäßiges, jeweils winziges Nachdrehen wird der Oberkiefer über Wochen schrittweise verbreitert. Der so gewonnene Platz bleibt danach über eine ruhige Stabilisierungsphase erhalten und festigt sich mit der Zeit.
- Mehr Raum für Zähne, die vorher deutlich zu eng standen.
- Eine bessere Passung zwischen Ober- und Unterkiefer beim Zubeißen.
- In manchen Fällen zusätzlich ein freieres Atmen durch die Nase.
Was Sie im Alltag damit erwartet
In den ersten Tagen kann sich ein spürbares Druckgefühl einstellen, und auch das Sprechen fühlt sich zunächst etwas ungewohnt an. Beides gibt sich in aller Regel schnell wieder. Das eigentliche Nachdrehen der Schraube übernehmen oft die Eltern in Ruhe zu Hause, immer nach einer genauen Anleitung und Einweisung durch uns, damit Sie sich dabei sicher fühlen.
Der richtige Zeitpunkt ist bei dieser Behandlung besonders wichtig, weil die GNE ganz gezielt das natürliche Wachstum nutzt. Wir schauen uns die Situation im Mund Ihres Kindes deshalb genau an und besprechen mit Ihnen individuell und ehrlich, ob und wann die Behandlung im Einzelfall für Ihr Kind wirklich sinnvoll und angezeigt ist. Oft wird eine GNE mit einer weiteren kieferorthopädischen Behandlung kombiniert, etwa mit einer festen Spange im Anschluss, damit die einzelnen Zähne den neu gewonnenen Platz auch optimal nutzen können. Wie dieser Gesamtplan aussieht, stimmen wir Schritt für Schritt mit Ihnen ab und erklären Ihnen jeden Abschnitt verständlich. So wissen Sie immer, wo Ihr Kind gerade in der Behandlung steht und was als Nächstes kommt.
Häufige Fragen
Tut die Gaumennahterweiterung weh?
Bis zu welchem Alter ist eine GNE möglich?
Kann beim Erweitern eine Lücke zwischen den Frontzähnen entstehen?
Quellen
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt nicht die persönliche Untersuchung und Beratung in unserer Praxis.
Persönlich beraten lassen
Jeder Kiefer ist anders. In einem ersten Termin schauen wir uns Ihre Situation individuell an.