Sport mit Zahnspange: Braucht mein Kind einen Mundschutz?
Bei Kontakt- und Ballsportarten ist ein Mundschutz mit fester Zahnspange sehr sinnvoll, weil er Lippen, Zähne und Brackets bei einem Schlag schützt. Für Brackets eignen sich spezielle, etwas voluminösere Modelle. Bei ruhigeren Sportarten ohne Körperkontakt ist er meist nicht nötig.
Sport und Zahnspange schließen sich überhaupt nicht aus, im Gegenteil: Bewegung tut gut und muss wegen der Spange nicht eingeschränkt werden. Bei den meisten Sportarten kann Ihr Kind ganz normal weitermachen. Nur bei Aktivitäten mit Sturz- oder Schlagrisiko lohnt sich ein zusätzlicher Schutz für Zähne, Lippen und Spange, damit aus einem harmlosen Zusammenprall keine unnötige Verletzung wird. Viele Eltern sind zunächst unsicher, ob ihr Kind mit Brackets überhaupt am Vereinstraining teilnehmen darf, doch das ist fast immer problemlos möglich, wenn ein paar einfache Punkte beachtet werden.
Wann ein Mundschutz sinnvoll ist
Bei einem Stoß auf den Mund können sich Lippen und Wangen an den Kanten der Brackets aufscheuern oder verletzen, und im ungünstigsten Fall werden Zähne oder Spangenteile beschädigt. Ein gut sitzender Mundschutz federt solche Belastungen ab, verteilt die Kraft und schützt zugleich die empfindliche Schleimhaut. Gerade bei Kindern, die regelmäßig Ball- oder Kampfsport betreiben, ist er eine sinnvolle Investition in die Sicherheit.
- Empfehlenswert bei: Fußball, Handball, Basketball, Hockey, Kampfsport, Reiten und Skaten
- Meist verzichtbar bei: Schwimmen, Laufen, Radfahren auf sicheren Wegen und Turnen
Welcher Mundschutz passt zur Spange?
Wichtig ist, dass der Mundschutz genug Platz für die Brackets bietet und nicht drückt. Fertige Standardmodelle aus dem Sportgeschäft sind oft zu eng geformt und liegen unangenehm auf der Spange. Spezielle Schienen für Zahnspangenträger sind dagegen etwas voluminöser gearbeitet und lassen Bewegungsspielraum, falls sich die Zähne im Laufe der Behandlung weiter verschieben. So bleibt der Schutz auch nach dem nächsten Nachstelltermin noch bequem und funktionsfähig.
Sprechen Sie uns vor dem Kauf gerne an. Wir beraten Sie, welche Variante zur aktuellen Behandlungsphase Ihres Kindes passt, worauf Sie beim Sitz achten sollten und ob ein individuell angepasstes Modell in Ihrem Fall die bessere Wahl ist. So findet Ihr Kind Freude am Sport, ohne dass die Spange zum Risiko wird.
Denken Sie außerdem daran, den Mundschutz nach dem Sport kurz mit lauwarmem Wasser abzuspülen und trocken in einer luftigen Box aufzubewahren, damit sich keine Bakterien festsetzen. Kontrollieren Sie ihn von Zeit zu Zeit auf Risse oder Verformungen. Sitzt er nach einigen Nachstellterminen nicht mehr gut, bringen Sie ihn gerne mit, dann prüfen wir gemeinsam, ob ein neuer sinnvoll ist. Mit dem richtigen Schutz muss kein Kind auf seinen Lieblingssport verzichten, und Sie können beruhigt zuschauen.
Häufige Fragen
Ist ein individuell angepasster Mundschutz besser?
Kann mein Kind mit loser Spange Sport machen?
Was tun, wenn beim Sport ein Bracket abgeht?
Quellen
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt nicht die persönliche Untersuchung und Beratung in unserer Praxis.
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Jeder Kiefer ist anders. In einem ersten Termin schauen wir uns Ihre Situation individuell an.