KIG-Einstufung einfach erklärt: Was bedeuten die Stufen 1 bis 5?
Die kieferorthopädische Indikationsgruppe (KIG) beschreibt in fünf Stufen, wie ausgeprägt eine Zahn- oder Kieferfehlstellung ist. Ab Stufe 3 übernimmt die gesetzliche Krankenkasse bei Kindern und Jugendlichen die Kosten der Regelversorgung.
Ob die gesetzliche Krankenkasse eine Zahnspange bezahlt, hängt an einem Kürzel: KIG. Es steht für „kieferorthopädische Indikationsgruppe" und teilt Fehlstellungen in fünf Schweregrade ein.
Die fünf Stufen im Überblick
KIG 1 und 2 stehen für leichte Abweichungen, die medizinisch nicht zwingend behandelt werden müssen. KIG 3 bis 5 beschreiben ausgeprägte bis extreme Fehlstellungen.
Ab KIG 3 übernimmt die gesetzliche Krankenkasse bei Kindern und Jugendlichen die Kosten der Regelversorgung. Bei KIG 1 und 2 ist eine Behandlung als private Leistung möglich, wenn Sie sie wünschen.
Wie wird die Stufe festgelegt?
Die Einstufung erfolgt bei der ersten Untersuchung anhand klar definierter Messwerte – nicht nach Bauchgefühl. Wir erklären Ihnen transparent, welche Stufe vorliegt und was daraus folgt.
Was ist mit Erwachsenen?
Für Erwachsene greift die KIG-Regelung in der Regel nicht. Hier ist die Behandlung meist eine private Leistung – außer bei schweren Fehlstellungen mit kieferchirurgischem Anteil.
Wie hoch der Eigenanteil ist und wann Sie ihn zurückbekommen, erklären wir unter die 20 %-Regel. Einen Überblick über alle Kosten finden Sie im Beitrag Was kostet eine Zahnspange für Kinder?.
Häufige Fragen
Was passiert bei KIG 1 oder 2?
Kann sich die KIG-Stufe im Lauf der Zeit ändern?
Quellen
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt nicht die persönliche Untersuchung und Beratung in unserer Praxis.
Ihren Fall & Ihre Kosten klären
Jeder Befund ist anders. In einem ersten Termin stufen wir ein und erklären transparent, welche Kosten die Kasse trägt und welche nicht.